Theologie und die Reflexion über die Grundannahmen

Vor ein paar Tagen polterte mir ein Artikel aus der Philosophie/Theologie in den Stream, in dem Christina Aus der Au vorschlägt, sowohl Atheismus/Wissenschaft als auch Religiöse sollten über ihre eigenen Voraussetzungen besser reflektieren. Dazu sollten wir nicht nur positive Dinge, also Objekte berücksichtigen, sondern auch die Beziehung zwischen Subjekt und Objekt. Allerdings weiß ich nicht ganz, wie sie Gott begreift. Mir scheint, sie versteht ihn nach Emanuel Levinas, der Gott im Miteinander, in der Sprache, in der Ethik, wie wir miteinander umgehen, gesehen hat. Also kein Objekt, sondern das, was zwischen zwei Subjekten passiert.

Ich halte ihren Objektbegriff allerdings für zu eng gefasst, denn auch eine Person (sie sagt, Gott sei Person) kann Objekt des Handelns und der Wahrnehmung sein. Und zu behaupten, Personen gäbe es nicht, würde uns hinter Descartes Skeptizismus zurückführen, und ab da wäre alles nur noch Metaphysik oder Mystizismus.

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